Glossar für Kredit und Baufinanzierung
Willkommen im EM-Kredit Glossar. Hier werden Finanz- & Kreditbegriffe einfach erklärt — von Ablösebescheinigung bis Zinsbindung.
Begriffe rund um Baufinanzierung, Anschlussfinanzierung, Privatkredit und Umschuldung sind oft sperrig. Wir übersetzen sie in eine Sprache, die im Alltag funktioniert — ohne juristische Schachtelsätze, aber mit dem nötigen Kontext, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
Wählen Sie über die Buchstabenleiste den passenden Anfangsbuchstaben oder klicken Sie direkt auf einen Begriff in der Liste. Jeder Eintrag enthält eine kompakte Definition, eine Einordnung in den Finanzierungsalltag und Querverweise auf verwandte Themen — etwa zu Effektivzins, Bonität oder Tilgungssatz.
Beleihungswert
✤Der Beleihungswert ist der von Banken ermittelte Sicherheitswert einer Immobilie.
✤Er dient als Grundlage für die Berechnung, wie hoch ein Kredit maximal ausfallen darf.
✤Der Beleihungswert ist meist niedriger als der tatsächliche Marktwert und schützt
Kreditgeber vor finanziellen Risiken.
Definition:
Der Beleihungswert beschreibt den langfristig realistisch erzielbaren Wert einer Immobilie,
der unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen besteht. Er wird im Rahmen der
Immobilienfinanzierung durch die Bank ermittelt und gibt an, bis zu welchem Betrag eine
Immobilie als Kreditsicherheit dienen kann. Im Gegensatz zum Verkehrswert, der den aktuellen
Marktpreis widerspiegelt, berücksichtigt der Beleihungswert nur den Teil, der dauerhaft als
sicher angesehen wird.
Wie wird der Beleihungswert berechnet?
Die Berechnung erfolgt auf Basis des aktuellen Verkehrswerts der Immobilie, von dem
bestimmte Sicherheitsabschläge vorgenommen werden. Diese Abschläge sollen Marktrisiken und
mögliche Wertverluste abdecken. Der ermittelte Betrag gilt als Beleihungswert, auf den die
sogenannte Beleihungsgrenze angewendet wird – also der Prozentsatz des Wertes, bis zu dem
ein Kredit gewährt werden darf.
In der Regel liegt die Beleihungsgrenze bei 60 % des Beleihungswerts, kann aber – je nach
Bonität und Kreditart – auf bis zu 80 % steigen.
Beispiel:
Hat eine Immobilie einen Verkehrswert von 500.000 €, und die Bank setzt den Beleihungswert
auf 400.000 €, beträgt die Beleihungsgrenze bei 60 % rund 240.000 €. Nur bis zu diesem
Betrag wird der Kredit als risikoarm eingestuft.
Warum ist der Beleihungswert wichtig?
Er schützt die Bank vor Verlusten und sorgt dafür, dass Kredite auf einer realistischen
Wertegrundlage vergeben werden. Gleichzeitig gibt er Kreditnehmern einen klaren Rahmen, wie
viel Eigenkapital sie einbringen sollten.
Wichtig für Kunden:
Der Beleihungswert ist die zentrale Kennzahl jeder Immobilienfinanzierung. Zusammen mit der
Beleihungsgrenze bestimmt er, wie viel Eigenkapital Sie einbringen sollten.
Wer den Unterschied zwischen Verkehrs- und Beleihungswert kennt und seine
Baufinanzierung danach plant, vermeidet
Überfinanzierungen und sichert sich langfristig stabile Kreditkonditionen.
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