Haben Sie Fragen Wir sind persönlich für Sie da! +49 2331 59 80 84 - 1 info@em-kredit.de

Wissenshub

Glossar für Kredit und Baufinanzierung

Willkommen im EM-Kredit Glossar. Hier werden Finanz- & Kreditbegriffe einfach erklärt: Von Ablösebescheinigung bis Zinsbindung findest du zentrale Begriffe aus Kredit, Anschlussfinanzierung und Baufinanzierung in einer sauberen, indexierbaren Struktur.

Bereithaltungsszinsen erklärt

Ein Begriff aus dem EM-Kredit Glossar

✤Bereithaltungsszinsen – auch Bereitstellungszinsen genannt – fallen an, wenn ein Darlehen bereits zugesagt, aber noch nicht vollständig abgerufen wurde.
✤Sie dienen den Banken als Ausgleich für die Bereitstellung des vereinbarten Kreditbetrags.
✤Besonders häufig entstehen sie bei Bau- oder Immobilienfinanzierungen, die in Teilbeträgen ausgezahlt werden.

Definition:
Bereithaltungsszinsen sind Gebühren, die ein Kreditinstitut verlangt, wenn ein genehmigter Kreditbetrag noch nicht genutzt wird. Der Kreditgeber hält das Geld für den Kunden bereit, kann es aber in dieser Zeit nicht anderweitig verwenden. Um diesen Zinsverlust auszugleichen, werden Bereithaltungsszinsen erhoben.

Wann fallen Bereithaltungsszinsen an?
In der Regel entstehen sie bei Neubaufinanzierungen oder Modernisierungskrediten. Da der Kreditbetrag meist nicht auf einmal, sondern in mehreren Bauabschnitten abgerufen wird, liegen Teile der Darlehenssumme zunächst ungenutzt bereit. Die Bank berechnet dann Zinsen auf den noch nicht abgerufenen Betrag. Üblich ist ein Satz von bis zu 0,25 % pro Monat, der Tag genau berechnet wird.

Zinsfreie Bereitstellungsfrist:
Viele Banken gewähren vor Beginn der Berechnung eine sogenannte bereitstellungsfreie Zeit. Diese beträgt je nach Kreditinstitut in der Regel drei bis sechs Monate. Innerhalb dieser Frist kann das Darlehen ohne zusätzliche Kosten abgerufen werden. Wird die Frist überschritten, fallen Bereithaltungsszinsen auf den noch nicht genutzten Teil des Kredits an.

Wie lassen sich Bereithaltungsszinsen vermeiden?

  • realistische Bau- und Zahlungspläne erstellen
  • Auszahlung des Kredits mit dem Baufortschritt abstimmen
  • Fristen und Bedingungen im Kreditvertrag genau prüfen
  • Ein frühzeitiges Gespräch mit der Bank kann helfen, die bereitstellungsfreie Zeit zu verlängern oder die Auszahlung flexibler zu gestalten.

Wichtig für Kunden:
Bereithaltungsszinsen sind ein häufiger, aber oft unterschätzter Kostenfaktor bei Baufinanzierungen. Wer seine Bauphasen sorgfältig plant und die Fristen im Kreditvertrag kennt, kann unnötige Zusatzkosten vermeiden und seine Finanzierung optimal steuern.