Glossar für Kredit und Baufinanzierung
Willkommen im EM-Kredit Glossar. Hier werden Finanz- & Kreditbegriffe einfach erklärt — von Ablösebescheinigung bis Zinsbindung.
Begriffe rund um Baufinanzierung, Anschlussfinanzierung, Privatkredit und Umschuldung sind oft sperrig. Wir übersetzen sie in eine Sprache, die im Alltag funktioniert — ohne juristische Schachtelsätze, aber mit dem nötigen Kontext, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
Wählen Sie über die Buchstabenleiste den passenden Anfangsbuchstaben oder klicken Sie direkt auf einen Begriff in der Liste. Jeder Eintrag enthält eine kompakte Definition, eine Einordnung in den Finanzierungsalltag und Querverweise auf verwandte Themen — etwa zu Effektivzins, Bonität oder Tilgungssatz.
Buchgrundschuld
✤Die Buchgrundschuld ist eine Form der Grundschuld, die ausschließlich im Grundbuch
eingetragen wird – ein separater Grundschuldbrief wird dabei nicht ausgestellt.
✤Sie dient Banken und Kreditinstituten als Sicherheit für Bau- und Immobilienfinanzierungen.
✤Durch ihre einfache Handhabung zählt sie zu den am häufigsten genutzten Sicherheiten im
deutschen Kreditwesen.
Definition:
Die Buchgrundschuld ist ein Grundpfandrecht, das einem Kreditgeber das Recht einräumt, bei
Zahlungsverzug des Kreditnehmers auf das belastete Grundstück zuzugreifen. Sie wird direkt
im Grundbuch vermerkt und ist somit an die jeweilige Immobilie gebunden. Im Gegensatz zur
Hypothek besteht die Grundschuld unabhängig von einer konkreten Forderung. Das bedeutet:
Selbst wenn ein Darlehen vollständig zurückgezahlt wurde, bleibt die Grundschuld im
Grundbuch bestehen, bis sie ausdrücklich gelöscht wird.
Wie funktioniert die Buchgrundschuld?
Wird ein Darlehen abgeschlossen, lässt die Bank die Grundschuld im Grundbuch eintragen. Der
Eintrag enthält den Betrag der Sicherheit sowie den Namen des Gläubigers. Kommt es zu einem
Zahlungsausfall, kann der Kreditgeber die Zwangsversteigerung einleiten, um seine Forderung
zu decken. Nach Rückzahlung kann die Buchgrundschuld gelöscht oder als Sicherheit für neue
Kredite weitergenutzt werden.
Vorteile:
- keine Ausstellung oder Verwaltung eines Grundschuldbriefs nötig
- geringeres Risiko von Verlust oder Missbrauch
- geringere Kosten und einfachere Handhabung
Nachteile:
- Übertragung an andere Gläubiger nur über Grundbucheintrag möglich (aufwendiger als bei Briefgrundschuld)
- Löschung erfordert notariellen Antrag und Grundbuchänderung
- weniger flexibel bei mehrfacher Verwendung als Kreditsicherheit
Wichtig für Kunden:
Die Buchgrundschuld ist die heute gängigste Form der Kreditsicherheit bei Bau- und Immobilienfinanzierungen. Sie bietet rechtliche Klarheit und Sicherheit, ist aber weniger flexibel übertragbar als die Briefgrundschuld.
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