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Glossar für Kredit und Baufinanzierung

Willkommen im EM-Kredit Glossar. Hier werden Finanz- & Kreditbegriffe einfach erklärt — von Ablösebescheinigung bis Zinsbindung.

Begriffe rund um Baufinanzierung, Anschlussfinanzierung, Privatkredit und Umschuldung sind oft sperrig. Wir übersetzen sie in eine Sprache, die im Alltag funktioniert — ohne juristische Schachtelsätze, aber mit dem nötigen Kontext, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Wählen Sie über die Buchstabenleiste den passenden Anfangsbuchstaben oder klicken Sie direkt auf einen Begriff in der Liste. Jeder Eintrag enthält eine kompakte Definition, eine Einordnung in den Finanzierungsalltag und Querverweise auf verwandte Themen — etwa zu Effektivzins, Bonität oder Tilgungssatz.

Darlehensbetrag

Ein Begriff aus dem EM-Kredit Glossar

✤Der Darlehensbetrag ist die Geldsumme, die ein Kreditnehmer von einer Bank oder einem Kreditgeber erhält.
✤Es wird zwischen Brutto- und Nettodarlehensbetrag unterschieden: Der Nettobetrag ist die tatsächlich ausgezahlte Summe, der Bruttobetrag enthält zusätzlich Zinsen, Gebühren und andere Kosten.

Definition:
Der Darlehensbetrag bezeichnet die vereinbarte Kreditsumme, die über einen bestimmten Zeitraum zurückgezahlt wird, inklusive Zinsen und eventueller Zusatzkosten.

Wie lassen sich die monatlichen Raten berechnen?
Die Monatsrate ergibt sich aus der Kreditsumme zuzüglich Zinsen, geteilt durch die Laufzeit in Monaten:

Monatsrate = Kreditsumme + (Kreditsumme × Zinssatz ÷ 100) Laufzeit in Monaten


Beispiel:
Kredit über 10.000 € mit 5 % Zinsen, Laufzeit 36 Monate:


  • Zinsen: 10.000 × 5 ÷ 100 = 500 €
  • Gesamtkosten: 10.000 + 500 = 10.500 €
  • Monatsrate: 10.500 ÷ 36 = 291,67 €

Disagio und Restschuldversicherung
– Disagio: Der Kreditnehmer erhält weniger Geld ausgezahlt, zahlt aber Zinsen auf die volle Kreditsumme. Beispiel: 100.000 € Kredit, 5 % Disagio → Auszahlung 95.000 €, Zinsen auf 100.000 €. Vorteil: niedrigere Monatsraten bei höherem Zinsvorteil.
– Restschuldversicherung: Erhöht die Gesamtsumme des Kredits, da die Versicherungsprämie zum Darlehensbetrag addiert wird. Beispiel: 10.000 € Kredit + 1.000 € Versicherung → 11.000 € Basis für Zinsen und Tilgung. Vorteil: Schutz bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Todesfall.

Wie wird der Nettodarlehensbetrag bei Umschuldung berechnet?
Der Nettobetrag entspricht dem tatsächlichen Kreditbedarf, also der Summe der Restschulden aller abzulösenden Kredite. Hinzu kommen mögliche Vorfälligkeitsentschädigungen. Die Summe aus Restschuld und Entschädigungen ergibt den Nettodarlehensbetrag für die Umschuldung.

Wichtig für Kunden:
Kreditnehmer sollten prüfen, welche zusätzlichen Kosten (Disagio, Versicherung, Vorfälligkeitsentschädigung) den Nettodarlehensbetrag erhöhen. Die Monatsrate hängt davon ab, wie Zinsen, Laufzeit und Sonderzahlungen vereinbart sind. Eine sorgfältige Planung schützt vor finanziellen Überraschungen und erleichtert die Rückzahlung.

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