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Glossar für Kredit und Baufinanzierung

Willkommen im EM-Kredit Glossar. Hier werden Finanz- & Kreditbegriffe einfach erklärt — von Ablösebescheinigung bis Zinsbindung.

Begriffe rund um Baufinanzierung, Anschlussfinanzierung, Privatkredit und Umschuldung sind oft sperrig. Wir übersetzen sie in eine Sprache, die im Alltag funktioniert — ohne juristische Schachtelsätze, aber mit dem nötigen Kontext, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Wählen Sie über die Buchstabenleiste den passenden Anfangsbuchstaben oder klicken Sie direkt auf einen Begriff in der Liste. Jeder Eintrag enthält eine kompakte Definition, eine Einordnung in den Finanzierungsalltag und Querverweise auf verwandte Themen — etwa zu Effektivzins, Bonität oder Tilgungssatz.

Finanzierungsplan

Ein Begriff aus dem EM-Kredit Glossar

✤Ein Finanzierungsplan ist eine detaillierte Aufstellung aller voraussichtlichen Kosten und der zur Verfügung stehenden Eigen- und Fremdmittel für ein Immobilienprojekt.
✤Er bildet das zentrale Fundament jeder sicheren Baufinanzierung und schützt angehende Eigentümer vor finanziellen Engpässen.
✤Für Banken und Kreditvermittler ist dieser Plan die wichtigste Entscheidungsgrundlage zur Prüfung und Bewilligung eines Darlehens.

Definition:
Der Finanzierungsplan ist eine strukturierte Gegenüberstellung des gesamten Kapitalbedarfs und der geplanten Finanzierungsquellen. Er zeigt präzise auf, wie ein Bauvorhaben oder ein Immobilienkauf wirtschaftlich und sicher realisiert wird.

Welche Bestandteile gehören in die Berechnung?
Um eine Immobilie solide zu finanzieren, reicht der reine Kaufpreis nicht aus. Ein professioneller Plan listet den kompletten Kapitalbedarf detailliert auf. Dazu gehören zwingend die Baunebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notargebühren, Grundbucheintrag und mögliche Maklerprovisionen. Bei einem Neubau müssen die Erschließungskosten einkalkuliert werden. Wer eine Bestandsimmobilie erwirbt, sollte geplante Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen direkt im Plan berücksichtigen.

Wie werden die Finanzierungsquellen strukturiert?
Der zweite Block widmet sich der Deckung der ermittelten Kosten, aufgeteilt in Eigenkapital und Fremdkapital. Zum Eigenkapital zählen liquide Ersparnisse, zuteilungsreife Bausparguthaben, Wertpapiere und handwerkliche Eigenleistungen (Muskelhypothek). Das Fremdkapital umfasst klassische Hypothekendarlehen sowie staatliche Fördermittel, etwa zinsgünstige Kredite der KfW. Diese exakte Aufteilung ist zwingend nötig, um die spätere monatliche Ratenbelastung realistisch zu berechnen.

Warum ist ein finanzieller Puffer unverzichtbar?
Ein häufiger Fehler bei der Immobilienfinanzierung ist eine zu knappe Kalkulation. Unvorhergesehene Ereignisse wie steigende Materialkosten, Bauverzögerungen oder zusätzliche Handwerkerleistungen können das Budget schnell sprengen. Experten raten dazu, einen Sicherheitspuffer von etwa zehn Prozent der Gesamtsumme einzuplanen. Fehlt dieser, droht eine teure Nachfinanzierung mit meist deutlich schlechteren Zinskonditionen.

Wichtig für Kunden:
Ein realistischer Finanzierungsplan ist Ihr bester Schutz vor finanzieller Überlastung beim Immobilienkauf. Planen Sie Ihre Ausgaben niemals zu knapp und ziehen Sie einen erfahrenen Berater hinzu, um versteckte Kosten frühzeitig zu erkennen.

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