Glossar für Kredit und Baufinanzierung
Willkommen im EM-Kredit Glossar. Hier werden Finanz- & Kreditbegriffe einfach erklärt — von Ablösebescheinigung bis Zinsbindung.
Begriffe rund um Baufinanzierung, Anschlussfinanzierung, Privatkredit und Umschuldung sind oft sperrig. Wir übersetzen sie in eine Sprache, die im Alltag funktioniert — ohne juristische Schachtelsätze, aber mit dem nötigen Kontext, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
Wählen Sie über die Buchstabenleiste den passenden Anfangsbuchstaben oder klicken Sie direkt auf einen Begriff in der Liste. Jeder Eintrag enthält eine kompakte Definition, eine Einordnung in den Finanzierungsalltag und Querverweise auf verwandte Themen — etwa zu Effektivzins, Bonität oder Tilgungssatz.
Fördermittel
✤Fördermittel sind staatliche oder regionale finanzielle Zuschüsse und zinsgünstige
Darlehen, die den Bau, Kauf oder die Sanierung einer Immobilie gezielt unterstützen.
✤Sie senken die Gesamtbelastung der Baufinanzierung maßgeblich ab und helfen dabei, die
Eigenkapitalquote gegenüber der Bank zu verbessern.
✤Die Beantragung muss in der absoluten Regel zwingend vor Beginn des Bauvorhabens oder vor
Abschluss des notariellen Kaufvertrags erfolgen.
Definition:
Unter Fördermitteln versteht man staatlich subventionierte Förderkredite oder einmalige,
nicht rückzahlbare Investitionszuschüsse, die private Bauherren und Immobilienkäufer
finanziell entlasten. Ziel ist es, politisch gewollte Vorhaben wie die Schaffung von
privatem Wohneigentum oder den klimafreundlichen Hausbau gezielt zu fördern.
Welche Arten von Fördermitteln gibt es?
Man unterscheidet bei der Immobilienfinanzierung hauptsächlich zwischen verschiedenen
Förderarten, die sich oft clever im Finanzierungsplan kombinieren lassen:
- Zinsvergünstigte Förderkredite: Diese Darlehen (beispielsweise von der KfW oder regionalen Landesförderbanken) bieten Zinssätze und oft auch Tilgungszuschüsse, die deutlich unter dem aktuell üblichen Marktzins der Banken liegen.
- Direkte Investitionszuschüsse: Dies sind echte Zuschüsse des Staates (oft über das BAFA abgewickelt), die Ihre Kreditsumme sofort reduzieren und nicht zurückgezahlt werden müssen.
- Regionale Förderprogramme: Viele Bundesländer und Kommunen vergeben eigene Darlehen oder Wohnungsbauprämien, die besonders Familien mit Kindern den Weg ins Eigenheim erleichtern sollen.
Wie werden die Mittel in das Baudarlehen integriert?
KfW-Fördermittel werden fast nie direkt bei der staatlichen Förderstelle beantragt, sondern unterliegen dem sogenannten Hausbankprinzip. Das bedeutet, dass Ihr unabhängiger Finanzierungsberater den Förderkredit als festen Baustein in Ihre reguläre Baufinanzierung einbaut. Der Förderbaustein ersetzt somit einen Teil des teureren Bankdarlehens. Ein enormer Vorteil in der Praxis: Spezielle regionale Förderdarlehen der Bundesländer werden von vielen Hauptbanken sogar als fiktives Eigenkapital (Eigenkapitalersatz) anerkannt. Das senkt den Beleihungsauslauf und verbessert die Zinskonditionen für Ihr eigentliches Hauptdarlehen spürbar.
Rechenbeispiel:
Ein KfW-Förderkredit über 100.000 € zu z. B. 1 Prozentpunkt unter dem Marktzins spart bei 3,5 % Bankdarlehen rund 1.000 € Zinsen pro Jahr. Als Baustein in die Gesamtfinanzierung eingebaut, ersetzt er einen Teil des teureren Bankdarlehens.
Wichtig für Kunden:
Beantragen Sie sämtliche Fördermittel unbedingt gemeinsam mit Ihrem Berater, bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben oder den ersten Handwerker beauftragen, da nachträgliche Anträge kategorisch abgelehnt werden. Bei EM-Kredit binden wir passende Förderprogramme direkt in Ihre Baufinanzierung ein, damit Sie kein staatliches Geld verschenken.
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