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Glossar für Kredit und Baufinanzierung

Willkommen im EM-Kredit Glossar. Hier werden Finanz- & Kreditbegriffe einfach erklärt — von Ablösebescheinigung bis Zinsbindung.

Begriffe rund um Baufinanzierung, Anschlussfinanzierung, Privatkredit und Umschuldung sind oft sperrig. Wir übersetzen sie in eine Sprache, die im Alltag funktioniert — ohne juristische Schachtelsätze, aber mit dem nötigen Kontext, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Wählen Sie über die Buchstabenleiste den passenden Anfangsbuchstaben oder klicken Sie direkt auf einen Begriff in der Liste. Jeder Eintrag enthält eine kompakte Definition, eine Einordnung in den Finanzierungsalltag und Querverweise auf verwandte Themen — etwa zu Effektivzins, Bonität oder Tilgungssatz.

Gebäudehaftpflichtversicherung

Ein Begriff aus dem EM-Kredit Glossar

✤Die Gebäudehaftpflichtversicherung schützt Immobilieneigentümer vor den finanziellen Folgen von Schadenersatzansprüchen Dritter, die auf dem Grundstück entstehen.
✤Sie ist besonders für Besitzer von Mehrfamilienhäusern, vermieteten Objekten oder unbebauten Grundstücken eine der wichtigsten Absicherungen.
✤Die Versicherung deckt Personen-, Sach- und daraus resultierende Vermögensschäden ab und wehrt zudem unbegründete Forderungen rechtlich ab.

Definition:
Die Gebäudehaftpflichtversicherung ist eine Haftpflichtversicherung für Haus- und Grundbesitzer. Sie deckt die gesetzliche Haftung ab, die sich aus der Verletzung von Verkehrssicherungspflichten rund um eine Immobilie oder ein Grundstück ergibt.

Haftungsrisiken für Immobilieneigentümer
Als Eigentümer haften Sie laut Gesetz in unbegrenzter Höhe mit Ihrem gesamten Privatvermögen, wenn jemand auf Ihrem Grund und Boden zu Schaden kommt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie den Schaden direkt verschuldet haben – es reicht oft schon die Vernachlässigung der sogenannten Verkehrssicherungspflicht aus. Wenn beispielsweise ein morscher Ast auf das Auto eines Besuchers fällt oder ein Passant im unzureichend beleuchteten Treppenhaus stürzt, entstehen schnell Kosten in Millionenhöhe, insbesondere bei Personenschäden mit lebenslangen Rentenzahlungen.

Leistungsumfang und Schutz bei Mietsachschäden
In einer soliden Baufinanzierung achten Banken oft darauf, dass das Objekt umfassend abgesichert ist, um das Risiko eines finanziellen Ruins des Darlehensnehmers zu minimieren. Die Versicherung fungiert dabei auch als „passiver Rechtsschutz“, indem sie im ersten Schritt prüft, ob die Ansprüche überhaupt berechtigt sind. Für Vermieter ist diese Versicherung zudem wirtschaftlich attraktiv, da die Prämien im Rahmen der Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umgelegt werden können.

Typische Schadensfälle in der Übersicht:


  • Verletzung der Streupflicht: Ein Passant stürzt im Winter auf einem vereisten Gehweg, der nicht rechtzeitig geräumt wurde.
  • Mangelhafte Instandhaltung: Ein lockerer Dachziegel löst sich bei Wind und verletzt eine Person oder beschädigt ein parkendes Fahrzeug.
  • Bauliche Mängel: Eine morsche Treppe gibt nach oder ein Geländer im Außenbereich bricht unter Belastung weg.
  • Schäden durch Allmählichkeit: Ein unbemerktes Leck in einer Zuleitung führt über lange Zeit zu Feuchtigkeitsschäden am Nachbargrundstück.

Wichtig für Kunden:
Achten Sie auf eine ausreichend hohe Deckungssumme von mindestens 10 bis 50 Millionen Euro, um auch bei schweren Personenschäden vollumfänglich geschützt zu sein. Als Selbstnutzer eines Einfamilienhauses sollten Sie zudem prüfen, ob dieses Risiko bereits in Ihrer privaten Haftpflichtversicherung enthalten ist.

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