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Wissenshub

Glossar für Kredit und Baufinanzierung

Willkommen im EM-Kredit Glossar. Hier werden Finanz- & Kreditbegriffe einfach erklärt: Von Ablösebescheinigung bis Zinsbindung findest du zentrale Begriffe aus Kredit, Anschlussfinanzierung und Baufinanzierung in einer sauberen, indexierbaren Struktur.

Konditionen erklärt

Ein Begriff aus dem EM-Kredit Glossar

✤Die Konditionen umfassen alle vertraglichen Rahmenbedingungen und finanziellen Vereinbarungen eines Darlehensvertrages.
✤Sie bestimmen maßgeblich, wie teuer eine Baufinanzierung insgesamt wird und wie flexibel der Kreditnehmer während der Laufzeit agieren kann.
✤Zu den wichtigsten Bausteinen gehören der gebundene Sollzinssatz, die anfängliche Tilgung, Sondertilgungsrechte und die Zinsbindungsfrist.

Definition:
Konditionen bezeichnen in der Finanzwelt die Gesamtheit der Bedingungen, unter denen ein Kreditinstitut einem Kunden Geld zur Verfügung stellt. Sie regeln die finanziellen Pflichten sowie die Flexibilität beider Vertragsparteien für die Dauer der Finanzierung.

Der Preis des Geldes: Zinsen und Gebühren
Wenn von Konditionen gesprochen wird, fällt der Blick der meisten Immobilienkäufer zuerst auf den Zinssatz. Der gebundene Sollzins gibt an, wie viel das geliehene Geld pro Jahr kostet. Entscheidend für den echten Vergleich mehrerer Bankangebote ist jedoch der effektive Jahreszins, da dieser auch eventuelle Nebenkosten einkalkuliert. Wie gut die Zinskonditionen individuell ausfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem allgemeinen Marktniveau, der Bonität des Antragstellers, dem eingebrachten Eigenkapital und dem sogenannten Beleihungsauslauf (dem Verhältnis von Kreditsumme zum tatsächlichen Immobilienwert).

Flexibilität als entscheidender Vertragsbestandteil
Eine hervorragende Baufinanzierung zeichnet sich nicht nur durch einen niedrigen Zins aus, sondern vor allem durch Rahmenbedingungen, die sich an unvorhersehbare Lebenssituationen des Kreditnehmers anpassen lassen. Folgende Konditionen sollten Sie vor Vertragsabschluss genau prüfen und individuell verhandeln:


  • Sondertilgungen: Das Recht, jährlich einen bestimmten Prozentsatz (meist 5 Prozent der ursprünglichen Darlehenssumme) kostenfrei zusätzlich zur regulären Rate abzuzahlen, um schneller schuldenfrei zu sein.
  • Tilgungssatzwechsel: Die vertragliche Möglichkeit, die monatliche Rate während der Zinsbindung kostenfrei anzupassen – beispielsweise zu senken, wenn ein Kind geboren wird, oder zu steigern, wenn das Gehalt steigt.
  • Bereitstellungszinsen: Die bereitstellungszinsfreie Zeit (oft 6 bis 12 Monate), in der die Bank das zugesagte Geld bereithält, ohne dafür Strafzinsen zu verlangen. Dies ist bei Neubauprojekten, die nach Baufortschritt bezahlt werden, extrem wichtig.
  • Zinsbindung: Der Zeitraum (meist 10, 15 oder 20 Jahre), für den die Bank alle vereinbarten Konditionen festschreibt und Sie vor Zinsschwankungen am Kapitalmarkt schützt.

Wichtig für Kunden:
Lassen Sie sich bei der Wahl Ihrer Baufinanzierung nicht allein vom niedrigsten Zinssatz blenden. Achten Sie zwingend auf das Gesamtpaket der Konditionen, denn fehlende Flexibilität bei Sondertilgungen oder ein zu kurzer zinsfreier Bereitstellungszeitraum können langfristig weitaus teurer werden als ein minimal höherer Nominalzins.