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Wissenshub

Glossar für Kredit und Baufinanzierung

Willkommen im EM-Kredit Glossar. Hier werden Finanz- & Kreditbegriffe einfach erklärt: Von Ablösebescheinigung bis Zinsbindung findest du zentrale Begriffe aus Kredit, Anschlussfinanzierung und Baufinanzierung in einer sauberen, indexierbaren Struktur.

Laufzeit erklärt

Ein Begriff aus dem EM-Kredit Glossar

✤Die Laufzeit definiert den vertraglich vereinbarten Zeitraum, in dem ein Darlehen oder eine Baufinanzierung an die Bank zurückgezahlt wird.
✤In der Immobilienfinanzierung muss zwingend zwischen der Zinsbindungsfrist und der tatsächlichen Gesamtlaufzeit unterschieden werden.
✤Eine längere Laufzeit senkt die monatliche Ratenbelastung, erhöht jedoch die insgesamt an die Bank zu zahlenden Zinskosten.

Definition:
Die Laufzeit bezeichnet die Zeitspanne von der Auszahlung eines Kredits bis zur vollständigen Tilgung der Schuld. Sie ist neben dem Zinssatz der wichtigste Faktor für die Kalkulation der monatlichen Belastung und der Gesamtkosten einer Finanzierung.

Zwei zentrale Begriffe in der Baufinanzierung:
Wer eine Immobilie finanziert, stößt unweigerlich auf zwei verschiedene Zeiträume, die von Laien oft verwechselt werden. Für eine saubere Finanzplanung ist die Trennung dieser Begriffe essenziell:


  • Zinsbindungsfrist: Dieser Zeitraum (meist 10, 15 oder 20 Jahre) legt fest, wie lange der vertraglich vereinbarte Zinssatz garantiert ist. Am Ende dieser Frist ist der Kredit meist noch nicht abbezahlt.
  • Gesamtlaufzeit: Diese beschreibt den tatsächlichen Zeitraum, bis das Darlehen durch die monatliche Tilgung komplett auf null Euro abbezahlt ist (bei Immobilien oft 25 bis 35 Jahre).
  • Anschlussfinanzierung: Ist die Zinsbindung kürzer als die Gesamtlaufzeit, bleibt eine Restschuld übrig. Für diese muss nach Ablauf der Zinsbindung ein neuer Zinssatz verhandelt werden.

Der Einfluss auf die monatliche Rate und die Zinskosten
Bei klassischen Ratenkrediten (beispielsweise für ein Auto oder Möbel) sind Zinsbindung und Gesamtlaufzeit in der Regel identisch. Hier gilt eine einfache mathematische Faustregel: Je länger Sie den Rückzahlungszeitraum strecken, desto niedriger und bequemer fällt die monatliche Rate aus, da sich die Kreditsumme auf mehr Monate verteilt.

Im Gegenzug zahlen Sie jedoch über einen wesentlich längeren Zeitraum Zinsen an die Bank. Das macht das Darlehen in der Endabrechnung deutlich teurer. Kreditnehmer müssen also stets abwägen zwischen einer niedrigen monatlichen Belastung (Sicherheit im Alltag) und einer schnellen Rückzahlung (Kostenersparnis).

Laufzeitverkürzung durch Sondertilgungen
Die vertraglich vereinbarte Laufzeit ist nicht immer in Stein gemeißelt. Die meisten modernen Kreditverträge erlauben jährliche Sondertilgungen (oft bis zu 5 Prozent der ursprünglichen Darlehenssumme kostenfrei). Jeder Euro, der zusätzlich in den Kredit fließt, reduziert die Restschuld sofort. Dadurch sinkt der Zinsanteil der Folgemonate, der Tilgungsanteil steigt, und die Gesamtlaufzeit des Kredits verkürzt sich automatisch um Monate oder sogar Jahre.

Wichtig für Kunden:
Wählen Sie die Laufzeit so, dass die monatliche Rate auch bei unvorhergesehenen Ereignissen wie Krankheit oder Kurzarbeit sicher tragbar bleibt. Werfen Sie bei Immobilienkrediten immer einen Blick auf die Gesamtlaufzeit und nutzen Sie Sondertilgungsrechte, um schneller schuldenfrei zu werden.