Wissenshub
Glossar für Kredit und Baufinanzierung
Willkommen im EM-Kredit Glossar. Hier werden Finanz- & Kreditbegriffe einfach erklärt: Von Ablösebescheinigung bis Zinsbindung findest du zentrale Begriffe aus Kredit, Anschlussfinanzierung und Baufinanzierung in einer sauberen, indexierbaren Struktur.
Lebensversicherung erklärt
Ein Begriff aus dem EM-Kredit Glossar
✤Eine Lebensversicherung ist ein privater Vorsorgevertrag, der finanzielle Risiken im
Todesfall absichert oder dem langfristigen Vermögensaufbau dient.
✤In der Baufinanzierung wird sie sehr häufig als Kreditsicherheit eingesetzt, um die Familie
vor dem Verlust der eigenen Immobilie zu schützen.
✤Es wird grundlegend zwischen der reinen Risikolebensversicherung (Hinterbliebenenschutz)
und der kapitalbildenden Lebensversicherung (Altersvorsorge) unterschieden.
Definition:
Die Lebensversicherung ist ein Versicherungsvertrag, bei dem der Versicherer sich
verpflichtet, im vereinbarten Versicherungsfall (Tod der versicherten Person oder Erleben
eines bestimmten Stichtags) eine festgelegte Kapitalsumme an den Begünstigten auszuzahlen.
Die zwei Hauptarten der Lebensversicherung im
Überblick:
Bevor Sie eine Police abschließen, müssen Sie entscheiden, welchen Zweck diese erfüllen
soll. Der Markt unterscheidet zwei grundlegende Modelle:
- Risikolebensversicherung (RLV): Diese Variante zahlt ausschließlich im Todesfall des Versicherten. Da kein Kapital angespart wird, sind die monatlichen Beiträge extrem günstig. Sie dient primär dem reinen Hinterbliebenenschutz und der Absicherung von hohen Darlehenssummen.
- Kapitallebensversicherung (KLV): Dieses Modell kombiniert den Todesfallschutz mit einem Sparvorgang zur Altersvorsorge. Erlebt der Versicherte das Vertragsende, erfolgt die Auszahlung der garantierten Versicherungssumme inklusive erwirtschafteter Überschussbeteiligungen. Wegen der anhaltend niedrigen Garantiezinsen hat diese Form in den letzten Jahren jedoch stark an Attraktivität verloren.
Warum ist der Schutz für die Baufinanzierung unverzichtbar?
Wenn ein Hauptverdiener plötzlich verstirbt, bricht meist ein Großteil des Haushaltseinkommens weg. Die verbleibende Familie kann die monatlichen Raten (Annuität) für den Immobilienkredit oft nicht mehr alleine stemmen. Im schlimmsten Fall droht der finanzielle Ruin und die Zwangsversteigerung des Zuhauses. Genau in diesem tragischen Moment springt die Risikolebensversicherung ein. Die ausgezahlte Versicherungssumme wird genutzt, um die offene Restschuld bei der Bank auf einen Schlag zu tilgen. Das Eigenheim bleibt somit schuldenfrei im Besitz der Hinterbliebenen.
Sicherungsabtretung an die Bank (Zession)
Kreditinstitute fordern bei knappen Haushaltsrechnungen, hohen Darlehenssummen oder bei Alleinverdienern oft aktiv den Abschluss einer solchen Police. Diese wird dann über eine sogenannte Sicherungsabtretung (Zession) zugunsten der Bank hinterlegt. Im Todesfall fließt das Geld zunächst direkt an das Kreditinstitut, um das Darlehen abzulösen; ein eventueller finanzieller Überschuss wird an die gesetzlichen Erben oder die im Vertrag benannten Begünstigten ausgezahlt.
Wichtig für Kunden:
Trennen Sie bei einer Immobilienfinanzierung idealerweise den Risikoschutz vom Vermögensaufbau. Eine reine Risikolebensversicherung mit einer fallenden Versicherungssumme (die sich automatisch an den sinkenden Schuldenstand Ihres Kredits anpasst) ist die kosteneffizienteste Lösung, um Ihre Familie und Ihr Zuhause lückenlos und günstig abzusichern.