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Sanierungsbedürftige Immobilie finanzieren: Warum Banken ablehnen – und wie du deine Chancen erhöhst

Banken lehnen sanierungsbedürftige Immobilien häufig ab. Mit einem durchdachten Sanierungsplan erhöhst du deine Chancen auf eine Finanzierungszusage deutlich.

von Daniel Sivamohan 3 Min. Lesezeit

Eine sanierungsbedürftige Immobilie zu finanzieren, kann eine hervorragende Möglichkeit sein, Vermögen aufzubauen. Viele Käufer entscheiden sich bewusst für renovierungsbedürftige Häuser oder Eigentumswohnungen, weil diese häufig unter dem Marktwert angeboten werden und dadurch großes Wertsteigerungspotenzial bieten.

Doch genau hier beginnt für viele die erste Herausforderung: die Baufinanzierung.

Nicht selten lehnen Banken die Finanzierung eines sanierungsbedürftigen Hauses ab oder verlangen zusätzliche Unterlagen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dein Traum vom Eigenheim oder deiner Kapitalanlage gescheitert ist. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich die Chancen auf eine Finanzierungszusage häufig deutlich verbessern.

Warum Banken sanierungsbedürftige Immobilien kritischer bewerten

Bei jeder Baufinanzierung prüft die Bank nicht nur deine Bonität und dein Einkommen, sondern auch die Immobilie selbst.

Schließlich dient das Objekt der Bank als Sicherheit. Solltest du deinen Zahlungsverpflichtungen dauerhaft nicht nachkommen können, muss die Bank die Immobilie verwerten.

Genau hier liegt das Risiko bei einer sanierungsbedürftigen Immobilie: Je größer der Sanierungsstau, desto schwieriger kann sich ein späterer Verkauf gestalten. Gleichzeitig können hohe Modernisierungskosten den tatsächlichen Wert der Immobilie beeinflussen. Aus Sicht der Bank steigt dadurch das Finanzierungsrisiko – deshalb bewerten viele Kreditinstitute Immobilien mit erheblichem Sanierungsbedarf besonders sorgfältig.

Warum sich sanierungsbedürftige Immobilien trotzdem lohnen können

Trotz der höheren Anforderungen entscheiden sich jedes Jahr viele Käufer bewusst für sanierungsbedürftige Immobilien. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • häufig günstigerer Kaufpreis als vergleichbare Objekte
  • Potenzial für eine deutliche Wertsteigerung nach der Sanierung
  • individuelle Gestaltungsmöglichkeiten
  • langfristig niedrigere Energiekosten durch Modernisierung
  • attraktive Möglichkeiten für Eigennutzer und Kapitalanleger

Gerade handwerklich begabte Käufer können durch Eigenleistungen einen erheblichen Teil der Sanierungskosten einsparen.

Viele Investoren kaufen solche Immobilien gezielt, modernisieren sie und verkaufen sie anschließend mit Gewinn weiter oder vermieten sie langfristig.

Die richtige Strategie entscheidet über den Finanzierungserfolg

Viele Kaufinteressenten konzentrieren sich ausschließlich auf den Kaufpreis. Aus Sicht der Bank reicht das jedoch häufig nicht aus.

Wer eine sanierungsbedürftige Immobilie finanzieren möchte, sollte bereits vor dem Kauf einen nachvollziehbaren Sanierungsplan erstellen. Damit zeigst du der Bank, dass dein Vorhaben realistisch kalkuliert wurde.

Ein professioneller Sanierungsplan schafft Vertrauen und verbessert häufig die Erfolgschancen bei der Finanzierung.

Was in einen Sanierungsplan gehört

Ein überzeugender Sanierungsplan sollte möglichst detailliert aufgebaut sein. Dazu gehören insbesondere:

  • sämtliche geplanten Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen
  • Materialkosten
  • Angebote oder Kostenschätzungen von Handwerksbetrieben
  • kalkulierte Lohnkosten
  • geplante Eigenleistungen
  • realistischer Zeitplan
  • Gesamtkosten der Sanierung

Je transparenter deine Planung ist, desto besser kann die Bank dein Vorhaben beurteilen.

Fördermittel können die Finanzierung erleichtern

Je nach Umfang der Modernisierung können staatliche Förderprogramme die Finanzierung zusätzlich erleichtern. Insbesondere energetische Sanierungen werden häufig durch zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse unterstützt – einen Überblick gibt der Beitrag zur KfW-Förderung.

Welche Fördermittel in Betracht kommen, hängt von der Immobilie und den geplanten Maßnahmen ab. Deshalb sollten mögliche Förderungen bereits frühzeitig in die Finanzierungsplanung einbezogen werden.

Fazit

Eine sanierungsbedürftige Immobilie zu finanzieren, ist oft anspruchsvoller als der Kauf eines modernisierten Hauses. Trotzdem muss ein Sanierungsstau nicht automatisch zu einer Finanzierungsablehnung führen.

Entscheidend sind eine realistische Kostenplanung, ein nachvollziehbarer Sanierungsplan und eine Finanzierung, die sowohl den Kaufpreis als auch die Modernisierung berücksichtigt. Wer sein Vorhaben professionell vorbereitet, erhöht seine Chancen auf eine Finanzierungszusage häufig deutlich.

Gerade bei sanierungsbedürftigen Immobilien lohnt sich deshalb eine frühzeitige Finanzierungsberatung, damit mögliche Risiken erkannt und geeignete Finanzierungslösungen entwickelt werden können.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Finanzierungsberatung dar. Ob eine Finanzierung möglich ist, hängt immer von den persönlichen wirtschaftlichen Verhältnissen, der Immobilie sowie den Vorgaben der finanzierenden Bank ab.

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